
Ernährungspsychologische Leitlinien der DGEP
Sie richten sich an Fachkräfte, Partner und alle Interessierten der Ernährungspsychologie.
FAQ zu den Leitlinien
Wie sind die Leitlinien entstanden und wie geht es weiter?
Unsere ersten Leitlinien sind das Ergebnis des interdisziplinären Austauschs der AG Qualitätssicherung. Psychotherapie & Ernährungsberatung als auch Psychologie und Ernährungwissenschaften haben gemeinsam einen Rahmen erarbeitet. Wir verstehen die Leitlinien als lebendiges Dokument: Mit der Zeit sollen weitere Forschende, Fachkräfte und Perspektiven einfließen. Wir laden ein, die Ernährungspsychologie gemeinsam weiterzuentwickeln.Was ist Ernährungspsychologie?
Ernährungspsychologie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten rund um Essen. Im Mittelpunkt steht nicht nur, was Menschen essen, sondern wie und warum sie essen. Dazu gehören psychologische, soziale und kulturelle Einflüsse auf Essverhalten, Körperbild, Genuss, Selbstregulation und Veränderung.Warum hat die DGEP Leitlinien entwickelt?
Die Leitlinien schaffen ein gemeinsames fachliches Verständnis von Ernährungspsychologie. Sie beschreiben zentrale Begriffe, Werte, Anwendungsfelder und methodische Zugänge. Damit geben sie Orientierung für Fachkräfte, Institutionen, Interessierte und Menschen, die ernährungspsychologische Unterstützung suchen.Was unterscheidet Ernährungspsychologie von Ernährungswissenschaft?
Ernährungswissenschaft beschäftigt sich unter anderem mit Nährstoffen, Stoffwechselprozessen und der Wirkung von Ernährung auf Körper und Gesundheit. Ernährungspsychologie fragt dagegen, welche psychologischen Prozesse das Essverhalten beeinflussen. Sie richtet den Blick auf Motive, Emotionen, Gedanken, Gewohnheiten, soziale Einflüsse und den persönlichen Umgang mit Essen.Ist Ernährungspsychologie Psychotherapie?
Nein. Die DGEP grenzt Ernährungspsychologie von klinischer Psychologie und Psychotherapie ab. Ernährungspsychologie kann aber eine psychotherapeutische oder ernährungstherapeutische Behandlung im Rahmen einer multimodalen Therapie ergänzend begleiten, wenn es um Essverhalten, Veränderung, Motivation, Selbstwirksamkeit oder den Umgang mit belastenden Essmustern geht.Welche Haltung steht hinter den Leitlinien?
Die DGEP orientiert sich an einer wertschätzenden, ressourcenorientierten und nicht-diskriminierenden Haltung. Menschen werden nicht auf Gewicht, Erkrankungen oder Essverhalten reduziert. Statt starrer Regeln steht die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen ein flexibles, selbstbestimmtes und gesundheitsförderliches Essverhalten entwickeln können.Welche Themen greifen die Leitlinien auf?
Die Leitlinien behandeln unter anderem Diätkultur, gesellschaftliche Rahmenbedingungen, Körperbild, Genuss, Achtsamkeit, intuitives Essen, gezügeltes Essverhalten und emotionales Essen. Außerdem beschreiben sie methodische Zugänge aus verschiedenen psychologischen Perspektiven und zeigen Anwendungsfelder in Beratung, Therapie, Bildung, Kommunikation und Public Health.Für wen sind die Leitlinien gedacht?
Die Leitlinien richten sich an Ernährungsfachkräfte, Psycholog:innen, Therapeut:innen, Wissenschaftler:innen, Institutionen, Medien, Politik und alle, die Ernährungspsychologie besser verstehen möchten. Sie helfen dabei, ernährungspsychologische Arbeit fachlich einzuordnen und transparenter zu machen.

